Animationen mit KeyShot erstellen - ein Überblick und die besten Tricks dazu

11 Tipps und Tricks für bessere Animationen mit KeyShot

Das Animationsmodul von KeyShot besticht durch seine Einfachheit und die damit verbundene Schnelligkeit, um großartige Animationen zu erstellen. Aber nicht immer ist man mit dem Ergebnis zufrieden.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen 11 Tipps geben um bessere und vielleicht auch harmonischere Animationen zu erstellen.

Inhaltsverzeichnis – Übersicht der Themen
1. Import der CAD Daten
2. Bildwiederholrate – FPS oder auch Frames per Second
3. Entrauschen Funktion
4. Miniaturansicht rendern – schnelle Animation
5. Bewegungen von Bauteilen und Kameras überlagern
6. Beschleunigt und Verlangsamen verwenden
7. Ausgabeformate
8. Frames speichern
9. KeyShot Sequenzen aufteilen und speichern
10. Videoschnittprogramm verwenden
11. Motionblur

1. Import Ihrer CAD Daten

Alles beginnt mit dem Import der 3D CAD Daten. Dieser sollte schon gut stimmen, denn wenn Sie zu viele Polygone (Tesserlierung beim Importfenster so gering wie notwendig halten) haben wird die Animation um einiges länger gerendert.

Zum perfekten Import habe ich schon einen Artikel geschrieben – diesen können Sie hier nachlesen: http://www.keysoft.at/der-richtige-cad-import-mit-keyshot

2. FPS – Frames per Second / Bildwiederholrate

Je mehr Bilder in der Sekunde dargestellt werden umso flüssiger und harmonischer wirkt die Animation. In Kinofilmen wird sehr oft 24 oder 25 FPS verwendet. Ab 25 FPS wirken Fiilme für das menschliche Gehirn flüssig.
Hier erkennt man aber bei schnellen Bewegungen ein Verzerren des Bildes.
Sobald man mit den FPS nach oben geht verschwindet dieser Effekt.

Heutige Monitore und Fernseher haben in der Regel 60 Hz (Hertz). Wenn man also mit 60 FPS arbeitet dann wird das Bild bzw. das Video immer perfekt dargestellt.

Man sollte aber auch immer die Berechnungszeiten im Auge behalten. Dauert ein Bild zum Rendern 5 Minuten und man animiert mit 25 FPS dann liegt man bei 5×25 Minuten Renderzeit für eine Sekunde Animation. Bei 60×5 explodiert das Ganze schon deutlich.

Im Vorhinein sollte abgeschätzt werden welche Qualität man wünscht und wirklich braucht.

Ich arbeite momentan mit 30 FPS und bin damit sehr zufrieden.

FPS Bildwiederholrate in KeyShot Einstellung um die perfekten Hertz

3. Entrauschen verwenden

Um mit der Renderzeit deutlich nach unten zu kommen empfehlen wir das Verwenden der Funktion „Entrauschen“ – aber Achtung – hier wird die Oberfläche des Materials geglättet.

Wenn ich eine „raue “ Fläche wünsche dann eher einen kleineren Wert verwenden oder die Funktion komplett ausdrehen.

Auch der GPU Modus kann bei Animationen wahre Wunder bewirken.

Funktion entrauschen fürs schnellere animieren verwenden

4. Miniaturansicht rendern – vor dem Start

Bevor Sie eventuell Stunden oder Tage rendern, empfiehlt sich die Animation vereinfacht durchzurechnen. Dies kann man auf 3 Arten machen.

1. Vorschau rendern (im Animationsfenster)
2. Zeitdauer auf 1 Sekunde pro Frame > Rendern > Optionen > Qualität
3. Samples auf 1 stellen > Rendern > Optionen > Qualität

reiter zum einstellen vom schnellen rendern in keyshot animation

5. Bewegungen überlagern

Eine einfache Bewegung mit der Kamera oder mit einem Bauteil sieht meisten nicht sehr interessant aus.
Hier könnte man 2 oder mehr Bewegungen – z.B. Verschieben + Dolly miteinander kombinieren.
Diese Darstellung wird auch bei Videografen eingesetzt um mehr Spannung und Interesse aufzubauen.

Bewegungen übereinanderlegen und kombinieren in keyshot

6. Beschleunigen und Verlangsamen verwenden

Wenn etwas bewegt wird (Kamera oder Bauteil) erstellt KeyShot immer eine lineare Bewegung… das ist ok – sieht aber eigenartig aus da es nicht wirklich natürlich wirkt.

Der Beste Ansatz um das zu vermeiden wäre die Einstellung Beschleunigen und Verlangsamen zu verwenden.

Zeiteinstellung mit KeyShot

7. Ausgabeformat Video

KeyShot hat einige Ausgabeformate für ein Video – diese sind:
MP4 (H.264), AVI (MPEG4), AVI (unkomprimiert), MOV (H.264), FLV (Flash Video), Animiertes GIF.

Das aktuellste und weit verbreitetste Format am Markt ist MP4 H.264. Dieses wird von de facto allen Videoplayern und Videoschnittprogrammen unterstützt.

alle keyshot animations und videoformate im überblick

8. Einzelne Frames auch abspeichern

Man will es nicht glauben, aber KeyShot kann auch mal abstürzten 😉
Sollte das passieren und KeyShot ist mit dem abarbeiten des Videos noch nicht fertig dann ist das gesamte Projekt weg… man muss also nochmal starten…

Wenn die Frames auch gespeichert werden ist zumindest jedes Bild das gerechnet wurde sofort gespeichert und dadurch gesichert.

Ein toller Nebeneffekt ist auch, dass man die einzelnen Renderings für andere Marketing Einsätze heranziehen kann.
Verwenden Sie am besten PNG Bilder – diese kann man dann ohne Probleme in einem Videoschnittprogramm zusammensetzen.

Das Funktioniert auch schon bei Windows Movie Maker…

alle frames bei der KS Animation speichern und sichern

9. KeyShot Sequenzen einzeln abspeichern und aufteilen

Animationen können schon mal sehr lange werden…. 5 Minuten, 10 Minuten oder noch länger sind keine Seltenheit.
Um hier den Überblick zu behalten bietet sich das Aufteilen der KeyShot Datei bzw. des Videos an.

Ich selber mache mir KeyShot Dateien (.bip) nach den Sekunden der Animation.
1. BIP Datei > Sekunde 0 bis 10
2. BIP Datei > Sekunde 10 bis 18
3. BIP Datei > Sekunde 18 bis 32
usw….

Wichtig ist nur, dass das 3D Model vor dem Animieren der Einzelteilen und Baugruppen komplett fertig ist… bei Änderungen könnte es sonst sehr komplex werden.

10. Videoschnittprogramm verwenden – die Varianten

Sobald meine Animationen dann fertig gerendert sind, möchte man diese ja auch bearbeiten – Farben / Stil / Sättigung ändern, Schnitte setzen, Texte einfügen,….

Das kann KeyShot nicht mehr out of the box – hier empfiehlt sich ein Videobearbeitungsprogramm.

Hunderte Produkte gibt es am Markt – von kostenlos bis kostenpflichtig. Von einfach bis komplex.

Das einfachste Programm, das aber leider nicht mehr weiterentwickelt wird, ist der Windows Movie Maker – für sehr einfache Dinge perfekt.

Adobe Premiere Pro – kostenpflichtig aber der Platzhirsch unter den Systemen – man findet sehr viele Anleitungen auf Youtube und co.
Die Lernkurve ist groß – dafür hat man viele Möglichkeiten

DaVincvi Resolve – kostenlos – Umfang gigantisch – auch die Lernkurve ist heftigst. Wird von sehr vielen Profis verwenden und geliebt.

Filmora9 von Wondershare – kostenpflichtig aber für ca. €70.- echt perfekt.
Nach langem suchen und probieren von den unterschiedlichsten Programmen habe ich mich dafür entschieden.
Bis dato habe ich es nicht bereut und kann das System jedem empfehlen der einfach und schnell zu einem fertigen Video kommen möchte.
INFO > https://filmora.wondershare.de/videobearbeitungsprogramm/

11. Motionblur in Videos oder Standbildern verwenden

Diese Funktion gibt noch etwas mehr Ralismus ins Ganze. Hier werden Bauteil- oder Kamerabewegungen etwas verschwommen dargestellt. Dies kennt man auch wenn man zum Beispiel mit einer Kamera einen schnellen Schwenk macht – hier wird das Bild etwas dann unscharf bzw verwischt.

Diese Funktion kann man aber auch ein Standbildern nutzen – gerade wenn Sie eine Funktion in einem Rendering zeigen möchten ist das ein cooles Feature.
Sie erzeugen eine Animation und rendern dann ein Standbild genau zu der Zeit indem der Motionblur am besten rüberkommt. So bekommen Sie Dynamik in ein Standbild.

Bewegungsunschärfe in KeyShot mit dem Animationsmodul erstellen

Weitere Infos bzw. interessante Quellen rund um das Animationsmodul von KeyShot

– Übersicht bzw. Anleitung vom Hersteller
  https://luxion.atlassian.net/wiki/spaces/K9M/pages/1062446808/Animation

KeyShot Erklärvideos auf Youtube

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